Energiesicherheit für die Produktion.
[ Energiesicherheit ]
Was läuft im Störfall weiter, und was ist zuerst zu tun?
Ausgangslage
Viele Störungen beginnen nicht am Netz, sondern im Werk. Eine Umschaltung, die nie getestet wurde. Eine Pumpe ohne Notstrom. Ein Engpass, den niemand kennt.
Versorgungskette
Was im Störfall weiterläuft
Wir verfolgen jeden Versorgungsweg bis zur Maschine: Strom, Gas, Wärme, Kälte und Druckluft. Von außen über die Übergabe ins Werk bis zum Prozess.
Fällt das Netz aus, zeigt die Szenario-Übersicht Zeile für Zeile, welcher Prozess nach 4, 24 und 72 Stunden noch läuft, eingeschränkt arbeitet oder steht. Ein Beispiel: Der gasbeheizte Trockner steht auch beim Stromausfall still, weil Brenner und Pumpen Strom brauchen.
Wann es sich lohnt
Vier typische Anlässe
Betrieb absichern
Notstrom, PV oder BHKW sind da. Aber was versorgen sie im Ernstfall?
Abhängigkeiten verringern
Die Prozesswärme hängt allein am Gas.
Investition prüfen
Elektrokessel, Wärmepumpe oder neuer Trafo stehen an.
Nachweis erbringen
Kunden, Versicherer oder Banken fragen nach.
Was wir prüfen
Jeder Versorgungsweg bis zur Maschine
Versorgungswege: Strom, Gas, Wärme, Kälte, Druckluft
Wir verfolgen jeden Weg vom Übergabepunkt bis zum Verbraucher, je Medium, für Ihre kritischen Prozessketten (bis zu drei). Ersatzversorgung und Eigenversorgung werden anhand Ihrer Unterlagen bewertet. Der Standort wird schriftlich abgegrenzt.
Netzanschluss und Verteilung
Netzübergabe, Trafo, Mittelspannung, Haupt- und Unterverteilung, Schaltzustände und Umschaltpunkte. Kritische Verbraucher mit Leistung und Startverhalten, Aggregate, USV-Anlagen, Batterien und Brennstoffvorräte. Die Unterlagen werden gegen die tatsächliche Anlage abgeglichen.
Kritische Prozesse und Verbraucher
Produktionsschritte, Chargen und Mindestdurchsatz, Mindestfunktion je Prozess, tolerierbare Unterbrechung und Wiederanlauf. Hilfsverbraucher wie Pumpen, Steuerung und Kühlung werden mit erfasst, ebenso die Qualitätsfreigabe nach dem Wiederanlauf.
Gespräche mit Werksleitung und Technik
Zwei Gespräche: mit der Werksleitung sowie mit Instandhaltung und Technik gemeinsam. Aussagen werden gegen die Unterlagen gespiegelt. Widersprüche werden festgehalten, nicht geglättet.
Optionaler Vor-Ort-Termin
Rundgang entlang der Versorgungswege, nicht durch das ganze Werk: Typenschilder, Nennleistungen, Baujahre, Ersatzversorgung, Umschaltungen und Brennstofflagerung. Ergebnis sind Fotoprotokoll und Abweichungsliste.
Was belegt ist und was nur angenommen wird
Jede wesentliche Aussage im Bericht bekommt eine von vier Kennzeichnungen: belegt (steht so in Ihren Unterlagen oder an der Anlage), plausibel (ingenieurtechnisch nachvollziehbar, aber nicht dokumentiert), getestet (mit Datum und Bedingungen) oder offen (dazu gibt es keine belastbare Aussage). So wissen Sie, worauf Sie sich verlassen können und wo Sie nachlegen müssen.
Kurzbericht, Maßnahmenliste und Übergabe
Ein Kurzbericht von rund fünf Seiten als Word- und PDF-Datei, geschrieben für Geschäftsführung und Technik zugleich: die Abhängigkeitskette je Prozess, die priorisierten Lücken und eine Maßnahmenliste für die nächsten Schritte, einschließlich der Option, nichts weiter zu beauftragen. Übergabe mit Werksleitung und Technik. Kein Gutachten für den Schrank: Ihre Instandhaltung kann am Montag damit anfangen.
Ergebnis
Klare Antwort, erste To-dos
Sie wissen, was im Störfall weiterläuft und was zuerst zu tun ist.
Sie erhalten eine klare Antwort, ob die Ersatzversorgung trägt, eine Maßnahmenliste mit den ersten To-dos und einen Kurzbericht als Word und PDF.
Zwei Stufen im Vergleich
Check oder Tiefenanalyse
Der Check gibt die schnelle Antwort und die ersten To-dos. Die Tiefenanalyse rechnet Szenarien durch und vergleicht Lösungen, wenn eine Investition ansteht. Sie können auch direkt mit der Tiefenanalyse beginnen, der Check ist dann der erste Schritt.
| Check | Tiefenanalyse | |
|---|---|---|
| Versorgungswege: Strom, Gas, Wärme, Kälte, Druckluft | ✓ | ✓ |
| Netzanschluss, Trafo und Verteilung | ✓ | ✓ |
| Eigenerzeugung und Notstrom | ✓ | ✓ |
| Kritische Prozesse und Wiederanlauf | ✓ | ✓ |
| Gespräche mit Werksleitung und Technik | ✓ | ✓ |
| Vor-Ort-Termin | optional | ✓ |
| Maßnahmenliste mit den ersten To-dos | ✓ | ✓ |
| Kurzbericht als Word und PDF | ✓ | ✓ |
| Ausführlicher Bericht | ✓ | |
| Szenarien: 4, 24 und 72 Stunden ohne Strom, Gas oder Wärme | ✓ | |
| Register aller Prozesse und Verbraucher | ✓ | |
| Drei Lösungen mit Kosten im Vergleich | ✓ | |
| Umsetzungsplan mit klaren Schritten | ✓ | |
| Entscheidungsvorlage und Abschlussworkshop | ✓ |
FAQ
Häufige Fragen zu Notstromkonzept, Ersatzversorgung und Energiesicherheit
01 Wir haben schon ein Energieaudit. Brauchen wir das trotzdem?
Ja, denn es geht um eine andere Frage. Ihr Audit zeigt, wo Sie Energie sparen. Der Check zeigt, was bei einer Störung weiterläuft. Ihre vorhandenen Audits und Notfallpläne nutzen wir dafür. Das spart Ihnen Zeit und Geld.
02 Das Netz fällt bei uns praktisch nie aus. Warum sollten wir prüfen?
Das Netz ist selten das Problem. Die meisten Unterbrechungen entstehen im eigenen Werk: ein Engpass, eine Umschaltung, die nie getestet wurde, ein Lieferant, der kündigt. Der Check zeigt, was Ihre Produktion dann aushält.
03 Was gehört in ein Notstromkonzept für die Produktion?
Kritische Verbraucher mit Leistung und Startverhalten, Umschaltbedingungen, Brennstoffreichweite, Hilfsmedien wie Steuerung, Kühlung und Druckluft sowie ein Wiederanlaufplan. Ein Aggregat im Hof ist noch kein Konzept.
04 Wie lange muss ein Industriebetrieb einen Stromausfall überbrücken können?
Es gibt keine allgemeine gesetzliche Vorgabe. Das BBK empfiehlt für KRITIS-Betreiber 72 Stunden ohne externe Nachbetankung; für andere Betriebe ergibt sich die Dauer aus dem Prozess. Wir bewerten 4, 24 und 72 Stunden als Analysehorizonte, nicht als Zusage.
05 Was passiert mit der Prozesswärme, wenn Gas ausfällt?
Das hängt davon ab, ob es eine alternative Wärmebereitstellung gibt und welche Betriebszustände zeitlich zulässig sind. Häufig fehlt beides in der Dokumentation. Der Check benennt, welche Prozesse wie lange ohne Gas laufen können und wo eine Alternative fehlt.
06 Reicht eine PV-Anlage mit Speicher als Notstromversorgung?
Nur, wenn die Anlage inselfähig ist und die Umschaltung auf Ihre kritischen Verbraucher technisch nachgewiesen wurde. Ein hoher Eigenverbrauch im Jahresmittel sagt nichts darüber, was im Störungsfall läuft.
07 Welche Nachweise verlangen Kunden, Versicherer oder Banken zur Energieversorgung?
Automotive-Kunden nach IATF 16949 verlangen Notfallpläne inklusive Versorgungsunterbrechungen; Versicherer fragen bei Betriebsunterbrechungsdeckung nach Vorsorge; Banken vor Finanzierungen nach Betriebsfähigkeit. Der Check liefert dafür einen energietechnischen Nachweis, den Sie Ihren Unterlagen beilegen. Eine Zertifizierung ist es nicht.
08 Ist der Check ein Gutachten oder eine Zertifizierung?
Weder noch, und das ist Absicht. Der Check ist eine Ingenieurprüfung für Ihre Entscheidung. Wir werten Ihre Unterlagen aus, sprechen mit Werksleitung und Technik und kommen bei Bedarf ins Werk. Sie wissen danach, was im Ernstfall weiterläuft, und halten eine Maßnahmenliste in der Hand. Messungen, Belastungstests und Behördengutachten gehören nicht dazu. Wo sie sich für Sie lohnen würden, steht im Kurzbericht.
09 Was passiert mit unseren Unterlagen?
Ihre Unterlagen bleiben vertraulich. Wir nutzen sie nur für diesen Auftrag und löschen sie auf Wunsch nach Abschluss. Technische Unterlagen tauschen wir erst nach einer Vertraulichkeitsvereinbarung und über einen geschützten Weg aus. Als Referenz nennen wir Sie nur mit Ihrer schriftlichen Freigabe.
010 Was habe ich nach dem Check in der Hand?
Eine belastbare Antwort darauf, ob Ihre Ersatzversorgung im Ernstfall trägt. Dazu die dringendsten Handlungsfelder und erste To-dos für Ihren Standort. Wenn Ihr Thema kleiner ist, sagen wir das im ersten Gespräch.