Prozesswärme für die Industrie
Strom und Wärme aus Reststoffen und Abwärme
[ Ausgangslage ]
Viele Industriebetriebe brauchen Wärme und Strom über das ganze Jahr und kaufen beides zu schwankenden Preisen ein. Eigene Erzeugung am Standort macht diesen Bedarf planbarer: aus holzigen Reststoffen oder aus Abwärme, die heute ungenutzt bleibt.
[ Technologie ]
Passende Technologie für die Industrie
Welche Anlage passt, hängt vom Energiebedarf des Betriebs und von vorhandener Abwärme ab.
[ Strom und Wärme ]
Wofür
Eigenstrom und Prozesswärme bis 360 °C, dazu Heißwasser für Hallen und Reinigung.
Warum
Strom und Wärme aus einer Anlage senken den Zukauf beider Energieträger. Strom, der nicht gebraucht wird, lässt sich einspeisen.
[ Vor allem Wärme ]
Wofür
Prozesswärme bis 300 °C über Thermalöl oder Heißwasser für Trocknung und Reinigung.
Warum
Bis zu 990 kW Wärme ersetzen Erdgas oder Heizöl in der Grundlast, rund um die Uhr.
[ Heiße Abwärme ]
Wofür
Strom aus Abwärme von Öfen und Hochtemperaturprozessen mit 900 bis 1.000 °C.
Warum
Die Abwärme ist schon da: kein zusätzlicher Brennstoff und kein Eingriff in den Hauptprozess.
Eigene Reststoffe sind keine Voraussetzung: Den Brennstoff organisieren wir auf Wunsch aus der Region.
[ Prozesswärme ]
Wärme auf dem Niveau des Prozesses
Die Wärme wird über Wasser, Glykol, Thermalöl, Heißluft oder Dampf ausgekoppelt:
› Heißwasser mit 90/70 °C für Hallen, Reinigung und Wärmenetze
› Prozesswärme bis 360 °C mit Pyro-ClinX 150, in Sonderauslegung bis 550 °C
› Prozesswärme bis 300 °C mit Pyro-Hex 1000
› Ein Wärmespeicher entkoppelt Erzeugung und Bedarf
[ Branchen ]
Typische Betriebe
Lebensmittel und Getränke
Wärme für Trocknung, Reinigung und Prozesse rund um die Uhr.
Metall und Maschinenbau
Hallenwärme, Lackierung und Trocknung, Strom für den Eigenbedarf.
Papier, Chemie und Kunststoff
Dampf und Prozesswärme auf hohem Temperaturniveau.
Glas, Keramik und Baustoffe
Heiße Abwärme aus Öfen wird mit ClinX Heat zu Strom.
[ Energiesicherheit ]
Was weiterläuft, wenn Strom oder Gas ausfallen
Eigene Erzeugung ist ein Baustein der Versorgungssicherheit. Unsere Prüfung zur Energiesicherheit zeigt, welche Prozesse im Störfall weiterlaufen und wo eigene Erzeugung hilft.
Mehr dazu im Fachartikel Energiesicherheit für Produktionsstandorte.
[ Häufige Fragen ]
Häufige Fragen zur Prozesswärme
01 Wie lässt sich Prozesswärme dekarbonisieren?
Ein Weg ist, Erdgas und Heizöl durch Wärme aus holzigen Reststoffen oder aus vorhandener Abwärme zu ersetzen. Pyro-Hex 1000 liefert bis zu 990 kW Wärme, Pyro-ClinX 150 bis zu 450 kW Wärme und zusätzlich Strom. ClinX Heat macht aus Hochtemperatur-Abwärme Strom und Wärme.
02 Welche Temperaturen erreicht die Prozesswärme?
Pyro-ClinX 150 liefert Prozesswärme bis 360 °C, in Sonderauslegung bis 550 °C. Pyro-Hex 1000 erreicht bis 300 °C über Thermalöl. Für Hallen, Reinigung und Wärmenetze steht Heißwasser mit 90/70 °C bereit.
03 Können wir den Strom selbst nutzen?
Ja. Der Strom deckt einen Teil des Eigenbedarfs, Überschüsse werden eingespeist. Ein eigener Strombedarf ist keine Voraussetzung, der Strom lässt sich auch vollständig einspeisen.
04 Muss die Produktion für den Anschluss umgebaut werden?
Die Anlage steht neben der Produktion und wird über eine Wärmeübergabe angebunden. ClinX Heat schließt an den vorhandenen Heißgasstrom an, der Hauptprozess bleibt unverändert.
05 Brauchen wir eigene Reststoffe?
Eigene Holzreste senken die Brennstoffkosten, sind aber keine Voraussetzung. Den Brennstoff organisieren wir auf Wunsch aus der Region.
06 Wie viel Platz braucht eine Anlage?
Pyro-ClinX 150 misst 13,40 × 6,40 m bei 5,90 m Höhe, ClinX Heat steht in einem 40-Fuß-Container. Brennstofflager und Anlieferung planen wir passend zum Gelände.
07 Wie läuft ein Projekt ab?
Im kostenfreien Erstgespräch klären wir Bedarf, Brennstoff und Standort. In der Vorprojektphase prüfen wir Technik und Wirtschaftlichkeit mit Ihren Zahlen. Danach folgen Planung, Bau und Inbetriebnahme.


