Lausitzer Technologieunternehmen pyropower plant deutliche Expansion
Inhaltsverzeichnis
- 1. Ausbau der Produktionskapazitäten geplant
- 2. Lausitz als Ausgangspunkt des weiteren Wachstums?
- 3. Wachstum erstmals auch mit externem Kapital
- 4. Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit zusammenbringen
09.09.2026
Lausitzer Technologieunternehmen pyropower plant deutliche Expansion
Die pyropower GmbH aus Cottbus bereitet eine deutliche Expansion vor. Das Lausitzer Technologieunternehmen will seine Produktions- und Engineeringkapazitäten ausbauen, weitere industrielle Projekte umsetzen und die Fertigung seiner Pyrolyse- und Energiesysteme stärker standardisieren.
pyropower entwickelt und fertigt dezentrale Pyrolyseanlagen, die aus holzigen Reststoffen gleichzeitig Strom, Prozesswärme und Pflanzenkohle erzeugen. Das Unternehmen verfügt über eine gewachsene technologische Basis mit elf gebauten und betriebenen Anlagen an sieben Standorten in Deutschland und der Schweiz sowie mehr als fünf Jahren realer Betriebsdaten.
Auch wirtschaftlich befindet sich das Unternehmen auf Wachstumskurs. 2025 erzielte pyropower 9,08 Mio. Euro Umsatz und einen Jahresüberschuss von 1,32 Mio. Euro. Für 2029 sieht die Unternehmensplanung einen Umsatz von 38,8 Mio. Euro vor.
"Diese Auszeichnung ist für uns weit mehr als ein persönlicher Erfolg. Sie ist ein starkes Signal für die Lausitz und für den Strukturwandel in Ostdeutschland. Wir zeigen, dass aus einer ehemaligen Braunkohleregion heraus Spitzentechnologie entstehen kann, die international gefragt ist. Der VORSPRUNG-Preis bestärkt uns darin, unseren Weg konsequent weiterzugehen: Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit gehören zusammen, nur so wird die Energiewende in der Breite gelingen."
Lucie TöpferGeschäftsführerin der pyropower GmbH
Ausbau der Produktionskapazitäten geplant
Mit dem Wachstum steigen zugleich die Anforderungen an Fertigung, Engineering, Qualitätssicherung und Lieferketten. pyropower prüft daher, wie die Produktionskapazitäten in den kommenden Jahren erweitert und die Abläufe stärker auf eine skalierbare Serienfertigung ausgerichtet werden können.
„Hardware lässt sich nicht beliebig skalieren. Wenn mehrere Projekte parallel laufen, müssen Fertigung, Engineering und Qualitätssicherung entsprechend mitwachsen. Darauf richten wir das Unternehmen jetzt aus“, sagt Geschäftsführer Sebastian Kießling.
Im Unternehmensverbund stehen pyropower zusätzliche Engineering- und Projektkapazitäten zur Verfügung. Der Personalaufbau soll mit dem weiteren Auftragshochlauf fortgesetzt werden.
Lausitz als Ausgangspunkt des weiteren Wachstums?
Der Unternehmenssitz in Cottbus soll dabei weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Gleichzeitig prüft pyropower, welche zusätzlichen Produktions- und Entwicklungsstrukturen für die nächste Wachstumsphase erforderlich sind und ob die nächste Ausbaustufe in der Lausitz stattfinden wird.
Die Lausitz befindet sich mitten im industriellen Strukturwandel. Für pyropower ist die Region Ausgangspunkt für neue Energie- und Industrieprojekte.
„Wir wollen aus der Lausitz heraus weiter wachsen. Entscheidend ist für uns, dass die Rahmenbedingungen mit diesem Wachstum Schritt halten, also bei Flächen, Fachkräften, Finanzierung, Genehmigungen und industrieller Infrastruktur“, sagt Lucie Töpfer.
Wachstum erstmals auch mit externem Kapital Begleitend zur Expansion hat pyropower seit Anfang September erstmals die Möglichkeit für externe Anleger geschaffen, an der weiteren Unternehmensentwicklung teilzuhaben.
Über die Crowdinvesting-Plattform ROCKETS können private Investorinnen und Investoren erstmals Kapital für die weitere Wachstumsphase bereitstellen. Bislang wurde pyropower vollständig ohne externe Investoren aufgebaut.
Das Crowdinvesting ist am 8. September gestartet und hat bereits innerhalb der ersten 24 Stunden die Fundingschwelle von 75.000 Euro überschritten. Das zusätzliche Kapital soll insbesondere genutzt werden, um die weitere Skalierung und den Personalaufbau zu beschleunigen.
„Das Crowdinvesting ist für uns ein zusätzlicher Baustein unserer Wachstumsstrategie. Wir öffnen pyropower damit erstmals auch für Menschen außerhalb des bisherigen Gesellschafterkreises und schaffen gleichzeitig zusätzlichen Spielraum für die nächste Expansionsphase“, sagt Sebastian Kießling.
Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit zusammenbringen
Die Pyro-ClinX verbindet Strom- und Wärmeerzeugung mit der Herstellung von Pflanzenkohle und der dauerhaften Bindung von Kohlenstoff. Das Unternehmen verfolgt damit einen Ansatz, bei dem Klimaschutz nicht als zusätzlicher Kostenfaktor verstanden wird, sondern mit wirtschaftlicher Wertschöpfung verbunden werden soll.
Zielkunden sind vor allem Industrieunternehmen mit Prozesswärmebedarf, Stadtwerke sowie kommunale Energieversorger.